Schei....gelaufen.

Heute morgen wurde bei uns die Biotonne geholt, eigentlich, denn bei einem Blick aus dem Fenster sah ich, der Deckel wurde angehoben, wieder zugeklappt und ein Zettel dran gehängt....Ähm, hä....das wollte ich genauer wissen, also raus.

Auf dem Zettel steht: 

Ihre Tonne wurde nicht abgeholt, weil sie Plastik drin haben.

Ich war verwirrt, achte ich doch auf eine korrekte Mülltrennung, auch wenn warscheinlich das meiste davon im Ausland zusammengelegt und verbrannt wird. Aber an mir soll der umweltfreundliche Gedanke nicht scheitern.

Stirnrunzelnd befragte ich den "freundlichen" Mitarbeiter des kommunalen Müllentsorgers.

Antwort: Das ist Hundeschei.... drin, die ist nicht Bio.

Weitere Fragen waren anscheinend nicht erwünscht.

Immernoch sprachlos und mit vielen Fragezeichen räumte ich die Tonnen weg und ging zurück in die Wohnung.

Gut, das man das Internet befragen kann.

Und tatsächlich es stimmt, Hundekot darf nicht in der Biotonne entsorgt werden, auch nicht wenn er nicht verpackt ist.

Zwar ist das Häufchen kompostierbar, aber es stammt von einem Fleischfresser und dieser kann Krankheitserreger in sich tragen. Aha. Na dann ist ja gut, dass Tonnenweise Hundekot auf Wegen, Wald und Wiese verteilt liegen.

Weiterer Hinweis. Der Hundekot erhöht den Stickstoff gehalt des Kompostes und würde deswegen nicht mehr von Landwirten zum Düngen ihrer Felder vom Entsorgungsunternehmen abgekauft. 

Interessant. 

Also das Zeug gehört in die Restmülltonne, am besten Verpackt, damit eine gesundheitliche Gefährdung der Mitarbeiter minimiert wird. Klasse, und das zu Zeiten von No Waste.

Während ich noch fassungslos den Kopf schüttle, drängt sich mir doch die Frage auf, dürfte ich den unverpackten Haufen in der Toilette runterspülen? Oder ein Vegetarier/ Veganer, da ja kein Fleischfresser, sein Geschäft auf der Biotonne verrichten? 

Ich recherchiere weiter.